Kurzbeschreibung Employer Branding

Employer Branding, die Arbeitgebermarkenbildung, bezeichnet die Strategie des Unternehmens, sich als eine starke und attraktive Marke zu etablieren. Ziel ist es, Mitarbeiter zu gewinnen, an sich zu binden und sich von den Mitbewerbern positiv abzuheben. Für diese internen und externen Zwecke werden beim Employer Branding Erkenntnisse aus dem Marketing auf das Unternehmen in seiner Rolle als Arbeitgeber angewandt. Klar definierte Werte sowie Glaubwürdigkeit und Authentizität – und wie sie jeweils vom Unternehmen vermittelt werden – spielen bei dem Prozess der Markenbildung eine wichtige Rolle.

Ausführliche Beschreibung Employer Branding

Laut der Deutschen Employer Branding Akademie bezeichnet Employer Branding (deutsch: Arbeitgebermarkenbildung) „die identitätsbasierte, intern wie extern wirksame Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber. Kern des Employer Brandings ist immer eine die Unternehmensmarke spezifizierende oder adaptierende Arbeitgebermarkenstrategie.” Dabei kann zwischen internen und externen Maßnahmen unterschieden werden.

Interne Employer Branding

Das interne Employer Branding rückt die bereits angestellten Mitarbeiter in den Fokus und zielt auf die Mitarbeiterbindung (Retention) ab. Durch ein positives Arbeitsklima sollen sich Mitarbeiter stärker mit dem Unternehmen identifizieren und eine emotionale Bindung eingehen können, wodurch die Fluktuation sinken soll. Jobmessen und vor allem soziale Netzwerke dienen zusätzlich dazu, die Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber zu kommunizieren; der Mitarbeiter wird so zum Botschafter einer starken Arbeitgebermarke.

Externe Employer Branding

Das externe Employer Branding richtet sich an den künftigen Mitarbeiter und soll Anreize schaffen, weitere Informationen über ein Unternehmen einzuholen und sich dort zu bewerben. Dies gelingt durch die Abgrenzung von den Wettbewerbern, indem die positiven Arbeitgebereigenschaften des Unternehmens hervorgehoben werden. Je höher der Bekanntheitsgrad und je stärker die Arbeitgebermarke, desto konkreter ist das Bild, das sich der Bewerber bereits im Vorfeld vom Unternehmen machen kann. Dadurch sollen Fehleinstellungen vermieden werden, da sich der Cultural Fit der Bewerber erhöht und die Effizienz im Recruiting steigt. Das wichtigste Instrument des externen Employer Brandings ist das Personalmarketing.
Der Begriff Employer Branding erschien erstmals 1996 in einem Fachartikel mit dem Titel “The Employer Brand” – von Tim Ambler und Simon Barrow im Journal of Brand Management veröffentlicht. Schon damals entstand das Konzept der Arbeitgebermarke als Maßnahme gegen die drohende Knappheit von Fach- und Führungskräften. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des War for Talents gewinnt die Markenbildung von Unternehmen als Recruiting-Strategie zunehmend an Bedeutung, um sich von anderen Arbeitgebern positiv abzuheben.

Nutzen Sie die heutigen Möglichkeiten

Nur durch eine exakte Übereinstimmung in der Kommunikation kann ein einheitliches Image aufgebaut werden. Authentizität ist die oberste Prämisse sowohl für Mitarbeiter, die als überzeugende Markenbotschafter auftreten, als auch für Bewerber. Denn ihr Interesse am Unternehmen wächst durch glaubwürdige Angebote und Versprechungen.
OTT Wirtschaftscoaching unterstützt das Management dabei, eine strategische Positionierung zu entwickeln, die das Unternehmen künftig auf dem Arbeitsmarkt einnehmen soll. Hierbei gilt es insbesondere Zielsetzung, Werte, Leitbild und Strategie des Unternehmens zu formulieren und die relevante Zielgruppe zu identifizieren. Aus diesem Prozess heraus können entsprechende Ableitungen getroffen werden, die unter Berücksichtigung der vielfältigen Möglichkeiten heutiger Kommunikationskanäle die Wahl der passenden Instrumente und Maßnahmen beeinflussen.

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